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Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch , (Trinkwasserverordnung - TrinkwV 2001)
Anlage 5 (zu § 15 Absatz 1, 2 und 4)
Spezifikationen für die Analyse der Parameter

(Fundstelle: BGBl. I 2016, 489 - 491)
Teil I

Parameter, für die mikrobiologische Analysenverfahren spezifiziert sind


Die nachstehenden Verfahrensgrundsätze für mikrobiologische Analysen haben Referenzfunktion, sofern ein CEN/ISO-Verfahren angegeben ist; andernfalls dienen sie – bis zur etwaigen künftigen Annahme weiterer internationaler CEN/ISO-Verfahren für diese Parameter – als Orientierungshilfe.
a)
Coliforme Bakterien und Escherichia coli (E. coli): DIN EN ISO 9308-1
b)
Enterokokken: DIN EN ISO 7899-2
c)
Pseudomonas aeruginosa: DIN EN ISO 16266
d)
Bestimmung kultivierbarer Mikroorganismen – Koloniezahl bei 22 °C und 36 °C:
aa)
Verfahren nach DIN EN ISO 6222
bb)
Als Koloniezahl wird die Zahl der mit 6- bis 8-facher Lupenvergrößerung sichtbaren Kolonien definiert, die sich aus den in 1 Milliliter des zu untersuchenden Wassers befindlichen Bakterien in Plattengusskulturen mit nährstoffreichen, peptonhaltigen Nährböden (1 % Fleischextrakt, 1 % Pepton) bei einer Bebrütungstemperatur von (20 ± 2) °C und (36 ± 1) °C nach (44 ± 4) Stunden Bebrütungsdauer bilden. Die verwendbaren Nährböden unterscheiden sich hauptsächlich durch das Verfestigungsmittel, sodass folgende Methoden möglich sind:
aaa)
Agar-Gelatine-Nährböden, Bebrütungstemperatur (20 ± 2) °C und (36 ± 1) °C, Bebrütungsdauer (44 ± 4) Stunden oder
bbb)
Agar-Nährböden, Bebrütungstemperatur (20 ± 2) °C und (36 ± 1) °C, Bebrütungsdauer (44 ± 4) Stunden
e)
Clostridium perfringens (einschließlich Sporen):
Membranfiltration, dann anaerobe Bebrütung der Membran auf m-CP-Agar bei (44 ± 1) °C über (21 ± 3) Stunden. Auszählen aller dunkelgelben Kolonien, die nach einer Bedampfung mit Ammoniumhydroxid über eine Dauer von 20 bis 30 Sekunden rosafarben oder rot werden.
Zusammensetzung des m-CP-Agar:
Basismedium 
Tryptose   30 Gramm
Hefeextrakt   20 Gramm
Saccharose    5 Gramm
Cysteinhydrochlorid    1 Gramm
MgSO4 • 7H2O    0,1 Gramm
Bromkresolpurpur    0,04 Gramm
Agar   15 Gramm
Wasser (Anmerkung 1)1 000 Milliliter
Die Bestandteile des Basismediums auflösen und einen pH-Wert von 7,6 einstellen. Autoklavieren bei 121 °C für eine Dauer von 15 Minuten. Abkühlen lassen und Folgendes hinzufügen:
D-Cycloserin 0,4 Gramm
Polymyxin-B-Sulfat 0,025 Gramm
Indoxyl-ß-D-Glukosid
aufgelöst in 8 ml sterilem Wasser
 
0,06 Gramm
Sterilfiltrierte 0,5 %ige
Phenolphthalein-Diphosphat-Lösung

20 Milliliter
Sterilfiltrierte 4,5 %ige Lösung von
FeCl3 • 6 H2O

 2 Milliliter
f)
Legionellen: Die Untersuchung auf Legionella spec. ist entsprechend ISO 11731 sowie DIN EN ISO 11731 Teil 2 unter Berücksichtigung gegebenenfalls vorliegender Empfehlungen des Umweltbundesamtes durchzuführen.
Anmerkung 1:
Es ist destilliertes oder deionisiertes Wasser zu verwenden, das frei von Substanzen ist, die das Wachstum der Bakterien unter den Untersuchungsbedingungen hemmen, und das der DIN ISO 3696 entspricht.

Teil II

Parameter, für die Verfahrenskennwerte spezifiziert sind


Für folgende Parameter sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analysenverfahren mindestens geeignet ist, dem Grenzwert entsprechende Konzentrationen mit den nachstehend genannten Spezifikationen für Richtigkeit, Präzision und Nachweisgrenze zu messen. Unabhängig von der Empfindlichkeit des verwendeten Analysenverfahrens ist das Ergebnis mindestens bis auf die gleiche Dezimalstelle wie bei dem jeweiligen Grenzwert in den Anlagen 2 und 3 anzugeben.
Laufende
Nummer
ParameterRichtigkeit
in % des
Grenzwertes
(Anmerkung 1)
Präzision
in % des
Grenzwertes
(Anmerkung 1)
Nachweisgrenze
in % des
Grenzwertes
(Anmerkung 2)
Bemerkungen
 1Acrylamid   Anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren
 2Aluminium101010 
 3Ammonium101010 
 4Antimon252525 
 5Arsen101010 
 6Benzo-(a)-pyren252525 
7Benzol252525 
8Blei101010 
9Bor101010 
10Bromat252525 
11Cadmium101010 
12Chlorid101010 
13Chrom101010 
14Cyanid101010Mit dem Verfahren sollte der Gesamtcyanidgehalt in allen Formen bestimmt werden können
151,2-Dichlorethan252510 
16Eisen101010 
17Elektrische
Leitfähigkeit
101010 
18Epichlorhydrin   Anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren
19Fluorid101010 
20Kupfer101010 
21Mangan101010 
22Natrium101010 
23Nickel101010 
24Nitrat101010 
25Nitrit101010 
26Oxidierbarkeit252510 
27Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe und Biozidprodukt-
Wirkstoffe
252525Die Verfahrenskennwerte gelten
für jeden einzelnen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff und
Biozidprodukt-Wirkstoff und
hängen von dem betreffenden Mittel ab. Die Nachweisgrenze
ist möglicherweise nicht für alle Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe und Biozidprodukt-Wirkstoffe
erreichbar; die Erreichung dieses Standards sollte angestrebt
werden
28Polyzyklische
aromatische
Kohlenwasserstoffe
252525Die Verfahrenskennwerte gelten
für die einzelnen spezifizierten Stoffe bei 25 % des Grenzwertes in Anlage 2
29Quecksilber201010 
30Selen101010 
31Sulfat101010 
32Tetrachlorethen252510Die Verfahrenskennwerte gelten bei 50 % des Grenzwertes in Anlage 2
33Trichlorethen252510Die Verfahrenskennwerte gelten bei 50 % des Grenzwertes in Anlage 2
34Trihalogenmethane252510Die Verfahrenskennwerte gelten
für die einzelnen spezifizierten Stoffe bei 25 % des Grenzwertes in Anlage 2
35Uran101010 
36Vinylchlorid   Anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren
Für die Wasserstoffionen-Konzentration sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analysenverfahren geeignet ist, dem Grenzwert entsprechende Konzentrationen mit einer Richtigkeit von 0,1 pH-Einheiten und einer Präzision von 0,1 pH-Einheiten zu messen. Für die Kontrolle der Trübung von aufbereitetem Oberflächenwasser sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das angewandte Analysenverfahren mindestens geeignet ist, den Trübungswert mit einer Richtigkeit, einer Präzision und einer Nachweisgrenze von jeweils 25 % zu messen.
Anmerkung 1:
Dieser Begriff ist in ISO 5725 definiert.
Anmerkung 2:
Nachweisgrenze ist entweder
die dreifache relative Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe) einer natürlichen Probe mit einer niedrigen Konzentration des Parameters oder
die fünffache relative Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe) einer Blindprobe.

Teil III

Parameter, für die keine Verfahrenskennwerte spezifiziert sind


Färbung
Geruch
Geschmack
Organisch gebundener Kohlenstoff